Zur Sache

Eine Hirnschädigung trifft den Menschen immer unvorbereitet und plötzlich.
Von einem Tag auf den anderen ändert sich das Leben aufgrund eines Schlaganfalls, schweren Schädel-Hirn-Traumas oder der Diagnose eines Hirntumors. Allein im Vogtland sind pro Jahr rund 1200 Menschen betroffen, darunter auch immer mehr junge Menschen.Eine erworbene körperliche Einschränkung wird erlebt, der Umgang muss gelernt und in der Realität erprobt werden können, um ein neues Selbstverständnis und neue Lebensperspektiven entwickeln zu könnenRegelmäßige soziale Kontakte außerhalb des medizinisch-therapeutischen Umfeldes sind dafür enorm wichtig:

Zudem ist nicht nur die hirngeschädigte Person betroffen, sondern die Erkrankung hat ebenso weitreichende Folgen für die Familie und das Lebensumfeld des Betroffenen. Bereits in der Akutphase der Hirnschädigung treten bei den Angehörigen viele Fragen auf, die auch durch Mediziner oder Fachkräfte der klinischen Sozialdienste nicht immer ausreichend beantwortet werden können. Daher benötigen auch Angehörige langfristige Unterstützung und einen neutralen Ansprechpartner bei der Bewältigung der neuen Lebenssituation.

Ebenso bedarf es auch einer langfristigen Sensibilisierung der regionalen Öffentlichkeit für die Belange von Menschen mit erworbenen Hirnschädigung und Behinderung besonders im Hinblick auf die demographischen Veränderungen in der Region.