Das Netzwerktreffen „Inklusion im Vogtland“ und Anderes

Steffen Marquardt inklusiv

Am gestrigen Tag gab es gleich zwei Veranstaltungen bei denen wir vertreten waren.
Das Eine war die Novemberveranstaltung der Selbsthilfegruppe Schlaganfall Plauen und das Andere war das Netzwerktreffen „Inklusion im Vogtland“. Bei der Plauener Selbsthilfegruppe ging es um Qigong und um den Gruppenplan 2018.

Franziska und ich sind nach Auerbach zum Netzwerktreffen „Inklusion im Vogtland“ gefahren. Es war das zweite Treffen des kürzlich begonnenen Projekts. Es ging es vor allem um die Frage: Was sind eigentlich Barrieren? Als Anhaltspunkt wurde die Behindertenrechtskonvention genannt.
In deren Präambel es schon heißt:

e) In der Erkenntnis, dass das Verständnis von Behinderung sich ständig weiterentwickelt und dass Behinderung aus der Wechselwirkung zwischen Menschen mit Beeinträchtigungen und einstellungs- und umweltbedingten Barrieren entsteht, die sie an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern.

Ich habe die kurze Version genommen.

Man könnte es sich also auch einfach machen und den Artikel 2 der Behindertenrechtskonvention in dem es um Einschränkungen geht einfach umdrehen und der Umkehrschluss wären dann die Barrieren. Die gefundenen Barrieren wurden dann mit Zetteln auf einer Magnettafel visualisiert.
Ich war eigentlich nicht verwundert wie oft das Wort „Bürokratie“ auftauchte. Es ging hier schließlich um das soziale Modell von Behinderung.
Also eher „ich werde behindert“.

Das soziale Modell sieht das Problem nicht in der behinderten Person selber, sondern in gesellschaftlichen Bedingungen.

Mir fiel bei den eingangs in einem Folienvortrag des Herrn Wißgott vom Tourismusverband  Vogtland gezeigten Bildern, dass überwiegend Menschen mit Behinderung gezeigt wurden. Das Problem ist: Menschen mit und ohne Behinderung haben im Alltag kaum Berührungspunkte.
Wir brauchen solche Projekte,  denn das Leben eines Menschen mit Behinderung ist oft vorgezeichnet: Fördereinrichtungen, Wohngruppe,  Werkstatt.
Doch Behinderung ist viel mehr. Es sind jene Bedingungen die jeden von uns, ob mit Behinderung oder nicht,  an der vollen wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern.

Einschränkungen sind  oft flexibel und können nicht genau beschrieben werden. Genauso kann eine Barriere den Einen behindern und den Anderen nicht.

In der Diskussion zeigte die Abgesandte des Behindertenverbands Greiz ihre Lösung eines barrierefreien Wegweisers anhand einer Präsentation.

Außer von Greiz, was ja auch im Vogtland liegt waren noch vom NUZ Oberlauterbach, von der Elterninitiative Hilfe für Behinderte und ihre Familien Vogtland, vom Mühlenviertel, Burgsteingebiet, ich habe nur aufgezählt die ich gekannt habe.
Es waren auch noch einige Andere da. Und eben die Projektkoordinatorin Frau Bischof und Frau Fiedler von der Diakonie Auerbach.

 

Dieser Bericht ist eigentlich ein halber Kommentar geworden,  doch ich konnte nicht anders.

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